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Bauzustände, Kriechumlagerungen
Nachfolgend werden die Erzeugung und die Behandlung
von Bauzuständen beschrieben.
An einem einfachen Beispiel wird anschließend die
Berechnung der Kriechumlagerungen infolge einer Systemänderung mit
Hilfe von Bauzuständen erläutert.
Bauzustände
Bauzustände können für beliebige Tragwerke berechnet
werden. Für jeden Bauzustand wird eine eigene Datei erzeugt, für die
alle Berechnungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Die Systeme und
deren Eigenschaften werden von einem Bauzustand zum nächsten
'vererbt'. Eine Mehrfachverwendung von Lastfällen und Elementen wird
vom System unterbunden.
Die Ergebnisse der einzelnen Bauzustände können miteinander
kombiniert oder überlagert werden.
Zur Erzeugung der Bauzustände wird folgendermaßen
vorgegangen:
Zunächst gibt man das Ausgangssystem für den 1.
Bauzustand vollständig ein. Der beim Speichern zu vergebene
Dateiname muß mit (1) enden, also z.B. Brücke(1).FEM.
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Im Datei-Menü ist jetzt die Funktion Bauzustand...
aktiv. Um den 2. Bauzustand zu erzeugen, wählen Sie diese
Funktion und klicken auf Neu... Es wird automatisch
der 2. Bauzustand (hier: Brücke(2).fem) erzeugt und
aktiviert. Jetzt können Systemveränderungen oder
-ergänzungen vorgenommen werden. Die Ergebnisse aus
den vorherigen Bauzuständen stehen für die
Lastfallkombination oder Überlagerungen zur Verfügung.
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Auf diese Weise können immer weitere Bauzustände erzeugt
werden. Mit der Funktion Bauzustand... kann auch
durch 'Doppelklicken: zwischen den einzelnen Bauzuständen
gewechselt werden.
Mit Neu... wird aus dem
aktiven Bauzustand ein Nachfolger erzeugt. Alle schon
existierenden nachfolgenden Bauzustände werden gelöscht. Es
kann kein Bauzustand nachträglich eingefügt werden.
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Beispiel: Kriechumlagerung infolge einer Systemänderung
Das Ausgangssystem, Bauzustand 1, besteht aus 2 Einfeldträgern
mit einer Feldlänge von 4,00 m und 6,00 m. Material: C20/25,
Querschnitt: Plattenbalken.

Für das Ausgangssystem wird berechnet:
Lastfall 1: Eigengewicht
Lastfall 2: Kriechen t=10 bis t= 50 Tage, mit phi.t = 0,66,
kriecherz. Dauerlast LF 1
Jetzt wird der Bauzustand 2 erzeugt und an diesem die
Systemänderung vorgenommen. Durch Entfernen eines Gelenkes entsteht
ein Durchlaufsystem. Hierauf wird die Ausbaulast aufgebracht und
berechnet:
Lastfall 3: Ausbaulast 10 kN/m
Die Schnittgrößen und Verformungen nach 50 Tagen ergeben sich aus
Eigengewicht + Kriechen 10/50 + Ausbaulast:
Lastfall 4: Überlagerung LF 1, 2 und 3 (Superposition der
Ergebnisse)
Die Kriechumlagerung bis zum Endzustand wird berechnet durch:
Lastfall 5: Kriechen t=50 bis zum Endzustand, phi.t=2,04,
kriecherz. Dauerlast: LF 4
Der Endzustand ergibt sich dann aus Lastfall 4 und 5:
Lastfall 6: Endzustand (Überlagerung LF4+LF5)
Zum Vergleich:
Einguss-
system |
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