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Nachweise nach DIN 1045-1
Tragwerke aus Beton, Stahlbeton und Spannbeton

Das Programmsystem InfoCAD führt die Tragfähigkeits- und Gebrauchstauglichkeitsnachweise für beliebige ebene und räumlich beanspruchte Stab- und Flächentragwerke. Dabei können Bauteile ohne Vorspannung sowie vorgespannte Bauteile mit nachträglichem Verbund, ohne Verbund, mit externer Vorspannung und in Mischbauweise untersucht werden.

Einwirkungen, Bemessungssituationen

Die Lastfälle werden vom Anwender lediglich den Einwirkungen nach DIN 1055-100 zugeordnet. Das Programm bildet daraus unter Berücksichtigung der Sicherheits- und Kombinationsbeiwerte automatisch die maßgeblichen Bemessungswerte für die Grenzzustände der Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit. Für jede Kombination können verschiedene Bemessungssituationen in den Bau- und Endzuständen definiert werden. Im Nachweis ist das Extremum aus allen Kombinationen und Situationen maßgebend. Optional können die Nachweise auch für alle möglichen Schnittkraftkombinationen durchgeführt werden.

Nachweise im Grenzzustand der Tragfähigkeit

  • Mindestbewehrung zur Sicherstellung des duktilen Bauteilverhaltens
  • Biegung mit oder ohne Längskraft und Längskraft allein
  • Querkraft unter Berücksichtigung des Mindestbewehrungsgrades
  • Reine Torsion und Torsion mit Querkraft
  • Nachweis gegen Durchstanzen
  • Nachweis gegen Ermüdung für Beton, Biege-, Querkraft- und Torsionsbewehrung sowie für Spannglieder

Nachweise im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit

  • Begrenzung der Betondruckspannungen
  • Begrenzung der Betonstahlspannungen
  • Begrenzung der Spannstahlspannungen
  • Mindestbewehrung für die Begrenzung der Rissbreite
  • Begrenzung der Rissbreite durch direkte Berechnung
  • Nachweis der Dekompression
  • Begrenzung der Verformungen

Grenzzustand der Tragfähigkeit

Die Auslegung der Bewehrungen erfolgt nach Nachweisen getrennt für die abgebildeten Bemessungssituationen. Diese wird für jede Schnittkraftkombination einzeln ermittelt. Das endgültige Resultat ergibt sich aus dem Extremwert aller berechneten Bewehrungen. Im Nachweis gegen Ermüdung wird die vorher ermittelte Bewehrung falls nötig solange iterativ erhöht, bis die geforderte Spannungsschwingbreite eingehalten wird.

Gebrauchstauglichkeit

Die Nachweise erfolgen bei Bedarf im Zustand II unter Berücksichtigung der ermittelten maximalen Bewehrung. Zur Einhaltung der geforderten Rissbreite wird die Mindestbewehrung gegebenenfalls erhöht.

Situation Tragfähigkeit Gebrauchstauglichkeit
Ständig,
vorübergehend
Außergewöhnlich
Erdbeben
Längsbewehrung
Querbewehrung
Torsionsbewehrung
Durchstanzen
 
Charakteristisch
(selten)
Robustheitsbewehrung Betondruckspannungen
Betonstahlspannungen
Dekompression Klasse A
Rissbewehrung
Rissbreite Klasse B
Häufig
Ermüdung
Ermüdung Betonstahl
Ermüdung Spannstahl
Ermüdung Beton
Dekompression Klasse B
Rissbreite Klasse C, D
Quasi-ständig   Betondruckspannungen
Spannstahlspannungen
Dekompression Klasse C
Rissbreite Klasse E, F
Verformungen


Ergebnisse

Die ermittelte Bewehrung kann sowohl graphisch (Höhenlinien, Farbverlauf, Schnittdarstellung oder numerisch) als auch tabellarisch ausgegeben werden. Wahlweise erfolgt dies für einzelne Nachweise oder die Gesamtbewehrung. In einem ausführlichen Protokoll werden die Nachweise dokumentiert.

Einwirkungen und Bemessungssituationen
Einwirkungen und Bemessungssituationen

Nutzeinwirkungen
Definition der Nutzeinwirkungen

Berechnungseinstellungen
Nachweisauswahl

Bewehrungsdarstellung
Untere Bewehrung mit gewählter Abstufung

Durchstanznachweis
Eingabedialog für den Durchstanznachweis